WN Graudenz

Baupunkt 13 – Widerstandsnest „Graudenz“:

Der deutsche Infanterie-Stützpunkt zum Schutze des Fischerdorfes Lökken war in sechs Widerstandsnester aufgeteilt worden. Das Widerstandsnest „Graudenz“ befand sich am nördlichen Ende in den Dünen am Übergang zum Strand. Herzstück der Verteidigung war ein Regelbau des Typs 666 zur Beobachtung und zum lenken des Feuers eines 5cm-Maschinengranatwerfers vom Typ M19. Zudem sollte mit einer Flankierungsgruppe und mehreren feldmäßigen Stellungen die nördliche Flanke des Infanterie-Stützpunktes und der Strandabschnitt gehalten werden. Ein Großteil der Bunker liegt heute auf Privatbesitz.

Der folgende Kartenausschnitt zeigt den Stand des Ausbaus im Juni 1944.


Folgende Bauwerke, Einheiten und Waffen waren soweit bekannt in der Anlage vorhanden:

Einheiten:Stand 15.01.1945
– 3. Fest. Stammkomp.
Personalstärke:Stand 15.01.1945
– Unbekannt
Schwere Waffen:Stand 15.01.1945
– Keine
Leichte Waffen:Stand 15.01.1945
– 1x M19 5cm-Maschinengranatwerfer
Kampfstände:1x R633 – Stand für Maschinengranatwerfer M19
Schartenstände:2x Flankierungs-Stand
Ringstände:2x MG-Ringstand
Unterstände:2x R622 – Doppelgruppenunterstand für 20 Mann
Beobachtungsstände:1x R666 – Infanterie-Beobachtungsstand mit Kleinstglocke
Leichte Flak und Scheinwerferstände:1x L411A – Unterstand für Flakscheinwerfer 60cm

Flankierungsgruppe:

Die folgenden Fotos zeigen die Flankierungsgruppe bestehend aus zwei F-Ständen und einem MG-Ringstand.

Flankierungs-Stand I:

Flankierungs-Stand II:

Ringstand 58c:

L411A – Unterstand für Flakscheinwerfer 60cm:


Das Foto unten zeigt den erdversenkten und mit Tarnnetzen abgedeckten L411A im Vordergrund der beiden Wohnhäuser. Mittlerweile ist der Bunker durch Küstenerosion aus den Dünen ausgetreten.

(CC)