Heeres-Küstenbatterie 2./180

Baupunkt 29 – Heeres-Küstenbatterie 2./180 „Klitmøller“:

​Die Heeres-Küstenbatterie „Klitmöller“ wurde im Rahmen der deutschen Küstenverteidigung anfang der 1940er Jahre errichtet. Sie sollte in erster Linie die südliche Flanke der Stützpunktgrupe „Hansted“ sichern. Dafür bot das Huk, auf dem sich das Fischerdorf Klitmöller befand, die ideale Ausgangslage. Der Standort war außerdem Teil einer Kette von Stellungen, die den Skagerrak, eine der strategisch wichtigsten Wasserstraßen für die Versorgung der Wehrmacht in Norwegen, absichern sollten.

Die Planung begann im Februar 1941. Nach einer kurzen Bauphase war die Batterie in feldmäßiger Stellung ab November 1941 gefechtsklar. Die vier französischen 10,5cm Geschütze standen zunächst in offenen Bettungen. Die Artilleristen waren in einfachen Baracken untergebracht. Mit der Intensivierung des Atlantikwall-Programms durch die Organisation Todt wandelte sich die Anlage ab Mitte 1942 in eine Großbaustelle. Bis ins Jahr 1945 entstanden von da an Bunker für Geschütze, Feuerleitung, Unterkünfte, Munition und Luftabwehr. Gegen Kriegsende wurden im Stützpunkt noch zwei weitere 10,5cm Geschütze, im rückwärtigen Bereich, gegen Erdziele aufgestellt.

​Einer der wenigen direkten Kampferfolge deutscher Luftabwehr in Dänemark wurde am 4. September 1943 durch die Batterie Klitmöller verzeichnet, als die leichte Flak erfolgreich ein feindliches Flugzeug zum Absturz brachte.

​Mit der Entwaffnung und Minenräumung nach dem 2. Weltkrieg wurde die Küstenbatterie bei Klitmöller genau wie die meisten anderem dem Verfall überlassen. Mittlerweile sind die Bunker aus der ersten Dünenreihe schon zu einem Teil im Strandsand versunken.

Der folgende Kartenausschnitt zeigt den Stand des Ausbaus im Juni 1944.


Folgende Bauwerke, Einheiten und Waffen waren soweit bekannt in der Anlage vorhanden:

Einheiten:Stand 15.01.1945
– 2./180 H.K.B.
Personalstärke:Stand 15.01.1945
– Artillerie: 150 Mann
Schwere Waffen:Stand 15.01.1945
– 6x 10,5cm (f)
– 1x 8,8cm Pak
Leichte Waffen:Stand 15.01.1945
– 3x 8,1cm Granatwerfer (d)
– 4x 5cm Granatwerfer 36
– 2x 5cm Kw.K.
– 3x 2,5cm Flak (f)
– 3x Maschinengewehr 127 (b)
– 3x Maschinengewehr 42
– 3x Maschinengewehr 34
Schartenstände:4x R671 – Schartenstand für Geschütze auf mittlerer Sockellafette ohne Nebenräume (120°)
1x R681 – MG-Schartenstand ohne Nebenräume
Geschützstände:4x Geschützstand mit offener Bettung
Feuerleitstand:1x R636 – Befehlsstand für Heeres-Küstenbatterie
Ringstände:6x MG-Ringstand
2x Bauform 65a – Ringstand für 5cm Kw.K.
2x Bauform 69 – Ringstand für schweren Granatwerfer 34
Munitions-Auffüllräume:2x R134 – Munitionsunterstand I
1x R607 – Munitionsunterstand II
1x R674 – Kleinstunterstand für Munition
Unterstände:7x R501 – Gruppenunterstand für 10 Mann
3x R622 – Doppelgruppenunterstand für 20 Mann
1x R645 – Stand für eine Küche
1x Unterstand für Ladeaggregat
Leichte Flak und Scheinwerferstände:1x L409A – Geschützstand für 3,7cm Flak
1x FL277 – Scheinwerferstand mit Unterstellraum für Scheinwerfer und Maschinensatz
Beobachtungsstand:1x R120a – Artillerie-Beobachtungsstand mit Panzerturm

R671 – Schartenstand für Geschütze auf mittlerer Sockellafette ohne Nebenräume (120°):

R671 – Schartenstand für Geschütze auf mittlerer Sockellafette ohne Nebenräume (120°):

R671 – Schartenstand für Geschütze auf mittlerer Sockellafette ohne Nebenräume (120°):

R636 – Befehlsstand für Heeres-Küstenbatterie (29014):

Bauform 65a – Ringstand für 5cm Kw.K.:

R134 – Munitionsunterstand I:

R674 – Kleinstunterstand für Munition:

R501 – Gruppenunterstand für 10 Mann:

R501 – Gruppenunterstand für 10 Mann:

R501 – Gruppenunterstand für 10 Mann:

R501 – Gruppenunterstand für 10 Mann:

R501 – Gruppenunterstand für 10 Mann:

R501 – Gruppenunterstand für 10 Mann:

R622 – Doppelgruppenunterstand für 20 Mann:

Unterstand für Ladeaggregat:

L409A – Geschützstand für 3,7cm Flak (29000):

FL277 – Scheinwerferstand mit Unterstellraum für Scheinwerfer und Maschinensatz (29016):

R120a – Artillerie-Beobachtungsstand mit Panzerturm (29040):

(CC)