Munitionsdepot „Haderslev – Østerskov“:
Das ehemalige Munitionsdepot in Østerskov bei Haderslev wurde bereits 1940 von der deutschen Wehrmacht errichtet. Die Lage in dem ausgedehnten Waldgebiet bot Schutz vor alliierter Luftaufklärung und lies eine großzügige Auflockerung der Gebäude zu. Das Depot war über eine eigens angelegte Schmalspurbahn mit dem Bahnhof Haderslev verbunden.
Die Anlage umfasste über 200 kleine, gemauerte Munitionsbunker und Munitions-Lagerhäuser aus Holz. Das Gelände war durch Stacheldraht und Minenfelder gesichert und wurde von etwa 250 deutschen Soldaten betrieben und bewacht. Im Depot konnten mehrere tausend Tonnen Munition gelagert werden.
Am 7. April 1944 kam es zu einer schweren Explosion im Munitionsdepot bei der sieben deutsche Soldaten ums Leben kamen. Im selben Jahr ereignete sich ein weiterer Unfall bei dem mehrere hundert Minen detonierten.
Nach dem Ende der deutschen Besatzung, im Mai 1945, musste das umfangreiche Munitionslager geräumt werden. Dabei wurden ungefähr 8.000 bis 10.000 Tonnen Munition erfasst und beseitigt. Anschließend wurden die Lagerhäuser und Munitionsbunker zur Baustoffgewinnung weitestgehend zurückgebaut.
Heute ist das Gebiet Bestandteil des Waldgebietes Haderslev-Østerskov und dient vor allem als Naherholungsgebiet. Von dem ehemaligen Depot sind nur wenige bauliche Spuren erhalten, darunter mehrere gemauerte Munitionsbunker und Abschnitte der Schmalspurbahntrasse zum Bahnhof Haderslev.
Die folgenden Fotos zeigen drei der noch erhaltenen Munitionsbunker.
Munitionsbunker I:


Munitionsbunker II:



Munitionsbunker III:



(CC)