Gefechtsstand Flak-Kaserne Grohn

Gefechtsstand „Flak-Kaserne Grohn“:

Mit dem Bau der Flak-Kaserne in Bremen-Grohn wurde 1936 im Zuge der Aufrüstung der Luftwaffe begonnen. Die ersten Soldaten zogen bereits am 5. April 1937 ein, 1938 war die Anlage fertiggestellt. Sie besaß neben Unterkunfts-, Stabs- und Wirtschaftsgebäuden auch umfangreiche technische Bereiche und Fahrzeughallen.

Die ursprüngliche Belegung der Flak-Kaserne änderte sich in der Vorkriegszeit und darüber hinaus durch Umstrukturierungen mehrfach. Die eigentliche Bedeutung lag ab 1941 allerdings in seiner Funktion als Gefechtsstand der Flakgruppe „Bremen-Nord“. Von hier aus wurde der Flakschutz im nördlichen Bremer Raum geführt. Zum Verantwortungsbereich gehörten wichtige kriegswirtschaftliche und militärische Ziele wie die Raffinerie Vacuum Oel, die Norddeutsche Hütte, der Werksflugplatz der Weserflug in Lemwerder, die Bremer Wollkämmerei in Blumenthal, das Wifo-Tanklager in Farge und die Werft Bremer Vulkan. Später kam insbesondere der im Bau befindliche U-Bootbunker „Valentin“ hinzu.

Bis zum Ende des Krieges blieb Grohn ein wichtiger Standort der Bremer Flak. Mit der Einnahme Bremens im April 1945 endete die Nutzung durch die Wehrmacht. Nach dem Krieg übernahm zunächst die US-Armee das Gelände und richtete dort „Camp Grohn“ ein. Später wurde die Anlage als Bundeswehrkaserne genutzt und erhielt den Namen „Roland-Kaserne“. Heute befindet sich auf dem ehemaligen Kasernengelände die „Constructor University“.

Die folgenden Fotos zeigen den ehemaligen Gefechtsstand in der Flak-Kaserne.

(CC)