Krummnußbaum

Großtanklager „Krummnußbaum“:

Bereits Ende der 1930er Jahre war zur Versorgung der Ostmark im Mobilisierungsfall ein weiteres Großtanklager bei Krummnußbaum (auch als Ybbs / Donau bezeichnet) vorgesehen. Geplant waren hier 200000m³ Lagerraum für Kraftstoffe und 10000m³ Lagerraum für Schmierstoffe.

Neben den Behälterblöcken hätte das Großtanklager 3 Benzinpumpstationen, einen Benzinbahnhof mit Abfüllgruben, 2 Ölpumpstationen mit Ölabfüllgruben, Mischanlagen, 3 Faßkeller, mehrere Trafostationen, ein Kesselhaus, eine Notstrom-Dieselzentrale, Wasserpumpstationen, Betonwerkstraßen, einen Donauhafen, Verwaltungsgebäude, ein Labor, eine Werkstatt, ein Magazin und Garagen erhalten sollen.

Fertiggestellt wurden nur ein Pumpenhaus mit Wasserleitungen, Teile des Hafens, die Betonstraße, Durchlässe, ein Barackenlager und Abstellgleise. Auch die Materialseilbahn wurde nicht mehr fertiggestellt. Die noch ausgeführten Widerlager der Brücke wären ein Zubringer zur Reichsautobahn Linz-Wien (heute Westautobahn, A1) gewesen und hätten zudem die Donau in Richtung Norden/Marbach gequert. Kriegsbedingt wurden die Arbeiten im Jahr 1942, nach Leistung der oben genannten Vorarbeiten, eingestellt.

Das folgende Foto zeigt die bereits fertiggestellte Betonstraße der Wifo zur Gegend „Am Steinbründl“, hier sollte das Lager entstehen.

Das Foto unten zeigt den Blick von der Betonstraße zur Donau. Im Hintergrund ist die Wallfahrtskirche „Maria Taferl“ zu erkennen.

Heute endet die Straße in einem Waldstück. Hier sollte das Barackenlager „Annastift“ entstehen. Das einzige noch erhaltene Gebäude ist mittlerweile stark umgebaut und in Privatbesitz.

Das folgende Foto zeigt den geplanten Ölhafen des Tanklagers „Krummnußbaum“. Heute befindet sich hier ein Sportboothafen.

Etwas weiter westlich des Hafens befindet sich das ehemalige Wasserpumpenhaus mit dem Grundwasserbrunnen für die Wasserversorgung.

(CC)