Luftverteidigung Flensburg:
Am 18.1.1941 wurde von der Luftwaffe zur Absicherung der bis Dato ungeschützten Werftanlagen der Stadt Flensburg eine gemischte Flak-Untergruppe aufgestellt. Unterstehen sollte die neue Untergruppe dem „Flak Abwehrkommando Dänemark“.
Eingesetzt wurde anfänglich eine Flakbatterie mit vier Stück 8,8cm Geschützen, zwei leichte Flakbatterien mit insgesamt 18 2cm Geschützen, eine Scheinwerferbatterie mit 6 Scheinwerfern und einem Horchgerät.
Am 16.7.1941 sollte die Luftverteidigung von Flensburg vorübergehend durch das „Luftgaukommando XI“ auf drei schwere und zwei leichte Batterien mit einem Funkmessgerät verstärkt werden. Aufgrund von Mangel an Personal und Gerät konnte die zugesagte Verstärkung des Flakschutzes aber nicht erfolgen.
Stattdessen zog man am 25.8.1941 die beiden verbliebenen schweren Luftwaffen-Flakbatterien aus Flensburg ab.
Da die Stadt bis dahin von Luftangriffen verschont blieb und die U-Bootswerft nicht als gefährdet angesehen wurde, verblieb lediglich eine leichte 3,7cm Batterie vor Ort. Die beiden abgezogenen schweren Flakbatterien wurden in den Raum Hamburg verlegt. Damit erreichte der Flakschutz von Flensburg seinen Tiefpunkt.
Am 23.9.1941 erhielt die „Leichte Res. Flak Abteilung 755“ den Befehl (Einsatzbefehl Nr. 6/41) im Austausch gegen die verbliebene „Leichte Res. Flak Abteilung 836“ nach Flensburg zu verlegen. Am 29.9.1941 wechselten 122 Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften von List über Westerland nach Flensburg ihre Stellungen. Die Batteriebefehlsstelle wurde im Ostseebad untergebracht.
Ab dem 6.10.1941 übernahm die „Leichte Res. Flak Abteilung 755“ unter Hauptmann Schindler als „Leichte Flakuntergruppe Flensburg“ den Schutz der U-Bootswerft, der Hafenanlagen, des Fliegerhorstes und der Marineanlagen Mürwik. Anfänglich wurde hierfür nur die 3./755 mit 4 Zügen eingesetzt.
Am 6.3.1942 wurde die Batterie an Leutnant Neubert als neuen Batterieführer durch den Abteilungskommandeur Hauptmann Schindler übergeben.
Im Juni 1942 trafen die ersten Geschütze 2cm Flak 30 & 38 ein und es wurde damit begonnen die Unteroffiziere und UA-Anwärter auf die neuen Waffen umzuschulen. Zuvor war die Batterie mit 2cm Oerlikon ausgerüstet.
Im Juli 1942 war die Batterie mit 12 Geschützen und 5 Scheinwerfern einsatzbereit, im November 1942 hatte sich die Stärke bereits auf 15 Geschütze erhöht.
Am 11.7.1942 wurde bei einem Gefecht über der Stadt durch eigenen Flaktreffer (Kaliber 4cm) der Fernsprechposten auf der Batteriebefehlsstelle sofort getötet. Durch mehrfache Treffer wurde der Turm des 15. Geschütztes, zugleich BB-Stelle ebenfalls beschädigt. Das Flakfernrohr auf der BB-Stelle wurde bei dem Vorfall schwer, ein Rohr leicht beschädigt.
Am 1.9.1942 wurde der vorrübergehend an die 1. Marine-Flakbrigade abgebene Flakschutz wieder von der Luftwaffe übernommen. Als erste Maßnahme traf am 1.8.1942 die 4. Batterie der Luftsperrabteilung 208 in Flensburg ein.
Die in Flensburg befindliche 6. Batterie der Marineflakabteilung 231 wurde dem Luftabwehrkommando Dänemark einsatzdienstlich unterstellt. Truppendienstlich blieb sie bei der 1. Marine-Flakbrigade.
Am 15.2.1943 kamen die ersten Luftwaffenhelfer in die Batterie. Zwei Tage später begann die drei wöchige Grundausbildung.
Am 10.5.1943 lag die stärke der Batterie in Flensburg bei 20 Geschützen, 5 Scheinwerfern und 7 Fla.-M.G..
Luftwaffe – Flakgruppe Flensburg
Kommandeur: Oberstleutnant Sonnenberg
Luftwaffe – Leichte Flakuntergruppe Flensburg:
Kommandeur: Hauptmann Schindler
Folgende Stellungen konnten der „leichten Flakuntergruppe Flensburg“ zugeordnet werden:
- Grenzlandkaserne
- Ostseebad
- Scharnhorstlager
Marine – Flakzug Mürwik:
Im Dezember 1940 wurden dem „Flakzug Mürwik“ drei 2cm Flak 38 und zwei 2cm Flak 30 in Feldlafette 34.
Folgende Stellungen konnten dem „Flakzug Mürwik“ zugeordnet werden:
- Silo Hübsch
- Volksschule