Funkmeßstellung „Wolf“

Funkmeßstellung (nachtjagdfähig) „Wolf“ bei Tinnum:

Einheiten:
Geräteaustattung:2x Fu.M.G. 65 „Würzburg-Riese“
1x Fu.M.G. „Freya“

Bei Kriegsbeginn befand sich die Funkmeßstellung des Nachtjagdraumes „Wolf“ (Erster Buchstabe des Namens in Anlehnung an das benachbarte Westerland) südlich von Tinnum und deckte den Bereich um die Insel Sylt ab. Die Befehlsstelle für die Nachtjäger des Einsatzflughafens „Schleswig“ war vorerst in Räumlichkeiten der zu diesem Zeitpunkt leerstehenden Luftwaffen-Flakbatterie „Rantum-Nord“ untergebracht.
Beflogen wurde der neue Nachtjagdraum „Wolf“ ab dem 3.8.1941.
Zur Schaffung eines einheitlichen Abstandes zwischen den an der Nordseeküste vorhandenen Stellungen „Robbe“ auf Rømø und „Pelikan“ bei Sankt Peter wurde geplant, die Stellung „Wolf“ auf die Insel Amrum zu verlegen. Hier sollte im Bereich der Amrumer Vogelkoje aus „Wolf“ die neue Stellung „Auster“ entstehen.
Obwohl bereits zwei Sockel für „Würzburg-Riese“-Geräte auf der Insel Amrum errichtet wurden, scheiterte die Verlegung vermutlich an Transportschwierigkeiten der schweren Geräte per Schiff auf die Insel.
Letztendlich entschied man sich auf der Insel Sylt zu bleiben und wählte als neuen Standort den Dünenbereich westlich von Hörnum aus. Der bereits vergebene Name „Auster“ wurde beibehalten.
Ab der Nacht vom 7. zum 8. Juni 1942 wurde der neue Nachtjagdraum „Auster“ in Betrieb genommen und der alte Raum „Wolf“ nicht mehr beflogen.