Flakbatterie Rönne:
Batterie-Kommandeure:
- Oberleutnant M.A. Zeuner
Zur Geschichte der Flakbatterie Rönne:
Zur Verstärkung des Flakschutzes wurde im Südwesten von Kiel, unmittelbar nördlich des Dorfes Rönne, Ende 1943 damit begonnen eine neue Flakbatterie aufzubauen.
In die neue 12,8cm Geschützstellung sollte bei Fertigstellung das Personal der Batterie „Wellsee“ einziehen.
Bereits im März 1944, noch während der Bauphase, übernahmen die Marineartilleristen aus Wellsee frühzeitig die Flakbatterie „Rönne“ mit 4x 12,8cm Flak 40 und meldeten diese gefechtsklar.
Über den Sommer hinweg wurde immer weiter an der Fertigstellung der Flakbatterie gearbeitet. Im September waren die Arbeiten zu etwa 85% abgeschlossen.
Im November wurde die Wasserversorgung fertiggestellt und die Leitungen für die Kühlung der Geschützrohre wurden begonnen.
Aufgrund von Baustoff und Arbeitskräftemangel verblieben die Geschütze der Batterie „Rönne“ aber bis Kriegsende in den provisorischen Bettungen bestehend aus Betonsockel und Erdwall. Es wurden auch keine betonierten Nebenbauten mehr fertiggestellt.
Die Feuerleitung mit Kommando- und Funkmessgerät befand sich zwischen Barackenlager und Geschützstellung.
Geräte der Batterie bei Kriegsende:
- Geschütze: 4×12,8cm Flak 40 (zerstört)
- Kommandogerät: Kdo.Ger. 40
- E-Messgerät: 4 m R Em
- Funkmessgerät: Würzburg D (zerstört)
- Leichte Geschütze: 3x2cm (zerstört)
- Munition: 1100 Schuß 12,8cm
- 2000 Schuß 2cm
Heute sind von der Flakbatterie keine nennenswerten Reste mehr vorhanden. Die nach dem Krieg durch Flüchtlinge bewohnten Baracken sind mittlerweile abgerissen und mit Wohnhäusern überbaut.
Schäden und Verluste:
Bei dem Luftangriff vom 24.7.1944 wurden in der Batterie 3 Baracken total zerstört und 5 weitere Baracken teilweise zerstört.

Das folgende Foto zeigt eines der 12,8cm Geschütze kurz nach dem Aufstellen und der Übernahme durch das Personal der Flakbatterie „Wellsee“. Das gesamte Gelände war zu diesem Zeitpunkt noch eine große Baustelle.

Das Foto unten zeigt die Batterie „Rönne“ im Sommer 1944 bei der Bekämpfung von feindlichen Flugzeugen.

Brunnenstube:
Die folgenden Fotos zeigen eine der beiden kleinen Brunnenstuben zur Kühlung der 12,8cm Geschützrohre. In den beiden Brunnenstuben befand sich jeweils ein Aggregat mit Pumpe. Bis in die 1960er Jahre wurde mit den Pumpen noch Wasser gefördert.





Barackenlager:
Die Fotos unten zeigen die Baracken der Flakbatterie „Rönne“ nach dem 2. Weltkrieg als Unterkünfte für Geflüchtete.



