2./241 Heidberg

Flakbatterie Elmschenhagen (Paaschen):

Batterie-Kommandeure:

  • Oberleutnant d.R. Dr. Förster 09.1939 – ?
  • Oberleutnant M.A. Dr. Haupt
  • Oberleutnant M.A. Dietrich

Batterie-Offiziere:

  • Leutnant M.A. d.R. Rosenfeld 09.1939 – ?

Bedienung 2. Geschütz:

  • Marinehelfer Hans Taubert

Zur Geschichte der Flakbatterie Elmschenhagen:

Am 3.11.1939 wurde ein M.G. C/30 auf dem Heidberg aufgestellt.

Ausrüstung der Batterie im Februar 1940:

  • Bauzustand: Ausgebaut
  • Bereitschaftsgrad: Feuerbereit
  • Geschütze: 3×10,5cm C/32
  • Kommandogerät: Kleinkog C/V
  • Zünderstellmaschinen: 3 Stück
  • Leichte Flak: 1 Geschütz

Geräte der Batterie bei Kriegsende:

  • Geschütze: 4×10,5cm SK C/32 (1x zerstört 3x gelähmt)
  • Kommandogerät: Kleinkog (unbrauchbar)
  • E-Messgerät: 6 m R Em
  • Funkmessgerät: Würzburg D
  • Leichte Geschütze: 2x2cm (gelähmt) 1×3,7cm (gelähmt)
  • Munition: 1028 Schuß 10,5cm

Schäden und Verluste:

Am 29.3.1942 kam es in der Batterie zu einem Rohrkrepierer. Das Rohr wurde vollständig Zerstört. Es gab keinen Personenschaden.

Bei dem Luftangriff am 24.7.1944 wurde einer der Munitionsbunker durch Seitentreffer teilweise zerstört. 400 Schuss 10,5cm Munition brannten aus. Zudem kam es zu leichten Barackenschäden.


Das Foto unten zeigt den Blick vom Heidberg Richtung Elmschenhagen.

Maschinenzentrale für Flakbatterien „Typ II“ (freistehend):

Bei der Maschinenzentrale der Flakbatterie Elmschenhagen handelte es sich um einen rechteckigen Bau vom „Typ II“.
In der Maschinenzentrale befanden sich der Maschinenraum mit Dieselaggregat, ein Raum für den dazugehörigen Brennstoff und das Kühlwasser, Bereitschaftsräume für 15 Mann, der Kleinkograum für das Kommandogerät, die Batterieschlosserei, die Wasserversorgung, ein Lüfterraum, ein Heizraum und ein Waschraum mit Aborten.

Flakbatterie mit Bereitschaftsräumen „Typ I“ (erdversenkt):

Die Feuerstellung bestand aus 4 Geschützbettungen, einem Flakleitstand ohne Nebenräume und mehreren Unterkunfts- und Sanitärräumen in „H“-Form. An die Geschützbettungen war je ein Mannschaftsraum für 15 Mann angehängt. Vom Flakleitstand ging ein weiterer Mannschaftraum für 18 Mann mit kleinem Waschraum ab. Gegenüberliegend auf der anderen Seite des Leitstandes war ein unterteilter Raum für jeweils 2 Feldwebel und 2 Offiziere. Verbunden wurde das ganze durch die Eingangsbauwerke mit Maschinenräumen und Sanitäranlagen. Die gesamte Anlage war erdversenkt gebaut worden.

Flakleitstand I (erdversenkt):

Das Foto unten zeigt den Flakleitstand I mit „Dreiwag-Küste-Schwer“.

Flak-Geschützbettungen (10,5cm) (erdversenkt):

Das Foto unten zeigt eines der 10,5cm Geschütze der Flakbatterie Elmschenhagen mit Deckenschutzschild.

Geschütz 2, im Hintergrund der Tirolerring.

Geschütz 2 mit Bedienung im Sommer.

Das folgende Foto zeigt das zweite Geschütz mit Belüftung und rückwärtigem Einstieg.

Das Foto unten zeigt Hans Taubert als Ladekanonier am 2. Geschütz.

Bereitschaftsräume (erdversenkt):

Das Foto unten zeigt den Mannschaftsraum für das zweite Geschütz mit dessen Bedienung.

Flakleitstand II mit Kleinkog- und Bereitschaftsräumen „Typ I“ (freistehend):

Der Flakleitstand II der Flakbatterie Elmschenhagen war als Hochbau mit achteckiger Leitstandbettung ausgeführt worden.
Im Untergeschoss des Flakleitstandes befanden sich der Kleinkograum für das Kommandogerät, ein Waschraum mit Aborten, Bereitschaftsräume und ein Offiziersraum.

Das Foto unten zeigt den großen Feuerlösch- und Badeteich zwischen Barackenlager und Flakbatterie. Gut getarnt befindet sich unter dem Hügel im Hintergrund Flakleitstand II.

Das Foto unten zeigt den gesprengten Flakleitstand II am 17.04.1973 vor der Übererdung.

Die folgenden Fotos zeigen letzte sichtbare Reste von Flakleitstand II.

Munitions-Auffüllraum für Flakbatterien „Typ I“ (freistehend):

Das folgende Foto zeigt die zerstörte Wand des Munitions-Auffüllraumes nach dem Luftangriff am 24.7.1944.

Funkmessgerät:

  • Am 16.8.1942 wurde ein Fu.M.G. (Flak) 39 TC (f.B.) von Havighorst in die Batterie Elmschenhagen-Heidberg umgestellt.
  • Am 17.8.1942 wurde ein Fu.M.G. (Flak) 39 TA (f.B.) von Elmschenhagen-Heidberg in die Batterie Lilienthal umgestellt.
  • Am 5.10.1942 wurde ein Fu.M.G. (Flum) 40G (f.B.) mit Höhenzusatz und Feinseite von der Stellung Ottendorf zur Stellung Heidberg umgesetzt.

Das folgende Foto zeigt die fertiggestellte Umwallung für das Funkmessgerät. Mit Loren wurde die benötigte Erde zum Fu.M.O.-Stand transportiert.

Barackenlager:

Das Foto unten zeigt den Eingang zum Batteriegelände mit Postenhaus und Wache.

Das Foto unten zeigt das Barackenlager vom Rand der schon damals angefangenen Kiesgrube.

Die beiden folgenden Fotos zeigen den Apellplatz mit Löschteich. Im Hintergrund sind zwei Brandwachen zu sehen.

Die nachfolgenden Fotos zeigen die Baracken um den Apellplatz.

Das folgende Foto zeigt einen kleinen Teich am Rande des Barackenlagers.

Das Foto unten zeigt zwei Marineangehörige die das Erkennen von Flugzeugen anhand von Zeichnungen und Modellen in einer der Baracken üben.

Das Foto unten zeigt den großen Feuerlösch- und Badeteich der Flakbatterie Elmschenhagen.

Die Bilder unten wurden uns von Hans Taubert (Bild) zur Verfügung gestellt. Herr Taubert war von 1944 -1945 in der Flakbatterie als Flakkanonier am 2. Geschütz, Zünderstellmaschine, eingesetzt.

Eine Baracke der Batterie.